OPFER | GEDENKEN

„Wer unsere Grenze nicht respektiert, bekommt die Kugel zu spüren,“ so der damalige DDR-Verteidigungsminister Armeegeneral Heinz Hoffmann.

Allein an der Berliner Mauer wurden zwischen 1961 und 1989 mindestens 140 Menschen getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen.

Das ergab ein gemeinsames Forschungsprojekt der Gedenkstätte Berliner Mauer und des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschung. Neben der genauen Zahl der Todesopfer wurden auch die individuellen Lebensgeschichten und Todesumstände aller Mauertoten u.a. in der Chronik der Berliner Mauer dokumentiert. Das DDR-Regime versuchte die Todesfälle an der Mauer zu verschleiern und zu vertuschen.

Nicht nur in Berlin sondern an der gesamten innerdeutschen Grenze wurden Menschen bei Fluchtversuchen getötet. Etliche Menschen versuchten auch über die Ostsee oder außerdeutsche Grenzen zu fliehen und kamen dabei zu Tode. Andere wurden bereits bei der Vorbereitung ihrer Flucht verhaftet und hingerichtet. Auch Soldaten der Nationalen Volksarmee der DDR und Angehörige der Streitkräfte der UdSSR kamen bei Fluchtversuchen an der Mauer zu Tode.

Das Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin weist die Anzahl der Toten für jedes der 28 Berliner Mauer-Jahre aus. Das Mahnmal wurde von Ben Wagin gestaltet und folgt exakt dem ursprünglichen Mauerverlauf an dieser Stelle.

zur Chronik der Berliner Mauer
zum Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages
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